gestern und heute war ich kurzzeitig mit unseren gästen zwei tage zurück auf der mavi, denn die kandidaten der tl1-prüfung haben diese überstanden und die teilnehmer der apnoetauchlehrerprüfung waren noch nicht angekommen. so konnten wir zwei tage entspannt von der mavi aus tauchen, die zum einen mehr platz bietet, man zum anderen unter sich ist und zu guter letzt sie eben an gewissen stellen kleine aber feine unterschiede aufweist – z.b. solche dinge wie die höhere sitzbank und die großzügigen ablageflächen.
ab morgen ist das kurze intro aber vorbei und ich bin wieder bis samstag auf der bougainville.
es kommt nun ja aber nicht in erster linie auf das schiff an, sondern großteils auf die tauchplätze. einer davon ist die uluburun. nein – es handelt sich aber nicht um die originale spätbronzezeitliche uluburun (14. jahrhundert v. chr.), die 1982 in der nähe von kaș entdeckt wurde und dereren ausgrabung von 1984 bis 1994 stattfand, sondern um einen nachbau. dieser wurde 2006 in kaș angefertigt und kurz darauf in der nähe des sogenannten tauchplatzes chicken beach versenkt. während das wrack 2007 noch recht ansehnlich war und aufrecht in vollen segeln stand, ist es nun nach rechts gekippt und so zerfallen, das an ein ernsthaftes hineintauchen nicht mehr zu denken ist – naja es gibt eben kein richtiges “hinein” mehr…
im wrack und daneben auf dem nachgestellten ausgrabungsfeld befinden sich nachbauten der ehemaligen ladung – metallbarren und amphoren. die echte uluburun hatte 354 kupferbarren und 121 plankonvexe barren (insg. ca. 10 tonnen), zinnbarren (ca. 1 tonne), blauglas (ca. 350 kg), terebinthenharz, ebenholz, sowie elfenbein geladen. daneben wurden eicheln, mandeln, feigen, oliven, granatäpfel, töpferwaren, sowie schmuck aus gold und silber, bronzewerkzeuge und waffen an bord gefunden. der nachbau des originalen wracks liegt an der tiefsten stelle auf 35 metern und ist mit seilen am ufer befestigt, unter denen sich öfters mal dicke zackis herumtreiben.
der tauchplatz bringt aber auch im flacheren bereich auf jeden fall viel spaß, auf der angrenzenden seegraswiese kann man nicht nur einen einblick in die kinderstube der fische bekommen, sondern auch immer wieder einen schwarm von kalamaren beobachten.
den canyon vom oberen foto könnt ihr dort allerdings genauso wenig entdecken wie die schildkröte
– die makrelen und den oktopus beim nachttauchgang hingegen aber schon.
so genug geschnackt – morgen geht’s mit zusätzlich 5 neuen gästen ins wasser – gut blubb!
aloha gina
p.s. danke 1000-fach an michael für die coolen unterwasserfotos von der aktuellen uluburun, dem canyon, der schildkröte. den makrelen und dem oktopus!