hui, die ersten 3 tage auf der bougainville habe ich hinter mich gebracht – so viele boots- und tauchgangsbriefings hab’ ich noch nie auf einmal gemacht – klappt ganz gut, kann aber auf jeden fall noch optimiert werden. aber was kann schon nicht mehr optimiert werden
bisher bin ich also jeden tag mindestens zwei mal am tauchgang begleiten (vor- und nachmittgas), dienstags beim nachttauchen eventuell ein drittes mal. es geht somit für mich um 9 uhr mit den ersten vorbereitungen an der basis los, um 9:30 legt dann das boot im hafen ab. weiterhin stehen die boots- und tauchgangbriefings vor den tauchgängen an, da bleibt dann nicht mehr viel zeit zum anrödeln, ich muss ja ausserdem als erste im wasser sein, gucken ob alles sitzt. dabei den ganzen tag den überblick behalten: wer ist wann wo dabei oder nicht und wenn dann mit wem und zusätzlich immer mal wieder einen blick auf die equipments werfen. nach dem tauchgang mal nebenbei checken ob alles ok war und nach dem vormittäglichen tauchgang ab in den hafen und flaschen ausladen.
die mittgaspause ab 12:30 gestaltet sich weniger als pause, zum glück ist die basis direkt an der küste traumhaft gelegen, genau über einem restaurant, dass in terassen unmittelbar am meer angelegt ist. eine glocke im restaurant ist per schnürchen vom tisch der basis aus bedienbar und ruft flugs einen der sympatischen jungs an den tisch. so kann schnell ein eiskaltes cherrysoda mit champignonsandwich bestellt werden. schwupps, wir alles an den basistisch geliefert – hat was vom garten eden ![]()
die pause ist deshalb weniger pause, weil ich sie zum einen nutze um entweder bericht zu schreiben oder um den anstehenden orientierungskurs vorzubereiten. manchmal kommen auch neue gäste an der basis vorbei mit denen die formalitäten erledigt werden müssen oder das passende equipment rausgesucht werden soll.
eine weitere anforderung ist alles im kopf zu behalten – ja klar das krieg’ ich hin, obwohl ich meinen rechner nicht dabei habe und hier mein igtd perfekt einsetzen könnte – aber das geht auch so, ich bin doch misses brain
: wann reist wer ab und welche kiste muss wann wo hin. da war doch noch eine kamera mitzunehmen oder -bringen und nicht vergessen für dienstag an die beiden zusätzlichen lampen zu denken. flugs zeigt die uhr schon wieder 14:00 und bald geht’s wieder los zum nachmittäglichen tauchgang – das ganze also ein zweites mal nur ist der tauchgang diesmal nicht ganz so tief.
um 17:30 sitzt man dann wieder an der basis und kümmert sich um anfallendes, gerne trinkt man dann noch eine cherrysoda mit den gästen, für mich nicht aber für andere: das obligatorische dekobierchen darf dann auch nicht fehlen. ein schwätzchen hier ein schwätzchen da, logbücher werden ausgefüllt und gestempelt und fotos rumgezeigt. bis alles sich langsam dem ende neigt ist 19:00 uhr, jetzt noch kurz klar schiff gemacht und im sonnenuntergang eingekauft. zu hause schnell unter der dusche das salz duch den abfluß weggespült und ein abendessen vorbereitet.
hach – nun gemütlich in der lauen nacht auf dem balkon sitzen, die lichter auf der vorgelagerten insel meis in der ferne betrachten, den ventilator die harre trocknen lassen, vom hang ins städtchen schauen und den entfernten lärm des sommerlichen getümmels auf den strasse raufwehen hören. hie und da treibt aus dem städtchen auch etwas entfernte musik beim vor-sich-hin-mümmeln des essens den hang herauf. ab- und an plärrt der muezzin von der moschee herauf und herab (es sind zwei davon in direkter nähe) und von unten auf der strasse duftet der jasmin herauf. hach mädels, das alles ist zwar anstrengend aber auf jeden fall die mühen wert!
aloha gina
p.s. danke an markus und dominik für das finden und fotografieren der sternschnecke!