lang hab’ ich nichts mehr von mir hören lassen – das sommerloch eben
wie ich mir schon letztes jahr vorgenommen habe, war ich dieses jahr viel unter wasser. nun bin ich gerade aus kaş in der türkei zurück gekommen wo ich zum goldfisch gekrönt wurde – so nennt es rainer auf jeden fall
was er damit meint? cmas gold taucher meint er damit…
ich will aber gar nicht vom tauchen erzählen, sondern von einem tagesausflug mit dem roller nach gömbe.
gömbe liegt im toros dağları zu deutsch dem taurus gebirge in der haupthochebene von kaş neben einem berg namens akdağ und bekam seine anerkennung zu christlichen zeiten als bischofszentrum (die kirchenruinen kann man dort noch besichtigen). es ist berühmt für die guten apfelsorten, sowie birnen und walnüsse.
also hochebene – da muss man ja nun erst mal rauf… dazu haben wir uns zwei roller gemietet und sind über den 1500 meter hoher pass gerollert. dort wurde es ganz schön kühl und wir waren froh, dass wir socken, pullis und lange hosen dabei hatten. keine ahnung wie kalt es dort war, aber der unterschied zu den 30° auf meeresniveau war deutlich zu spüren…
es ist eine wunderschöne strecke. nach und nach wird der kiefernwald von einem wunderschönen zedernwald abgelöst. bei mir roch es immer frisch nach nadelwald, rainer behauptet allerdings bei ihm hätte es überall nach mofa gerochen. keine ahnung… er war eigentlich nirgendwo anders als ich, denn immer wenn ich in den rückspiegel geschaut habe war er 100 meter hinter mir
doch nicht die zedern bestechen durch ihre beachtliche größe, sondern der wacholder, der dort wächst. ich dachte immer wacholder sei ein busch, aber dieser wacholder dort, z.b. auf dem zweiten foto von oben – rechts neben der zeder – hat wohl kaum etwas mit einem busch gemein.
kurz vor dem pass wird man dann von einem traumhaften blick auf den berg akdağ überrascht. für mich sah’ das zusammen mit den zedern irgendwie tibetanisch aus, obwohl es sich bei dieser zedernart um die libanonzeder und nicht um die himalayazeder handelt.
nach dem man den pass überwunden hat, darf man sich ein stück aufs runtersausen freuen bis der stausee von gömbe, der çayboğazı baraji erreicht ist. dort kommt man über die staumauer direkt in das kleine städtchen, dass durch und durch mit pappeln bewachsen ist.
und dann? naja – alles wieder zurückrollern und von 1500 auf 0 meter runtersausen. das ist auf jeden fall einen ausflug wert!
aloha gina